105 _ BERLIN ÜBT SICH IN FREIHEIT – UND WIR?

September 26, 2012 in ARTIKEL DER KREATIVE BUND – DAS NATIONALE EXPERIMENT
Autor: Jürg Minsch und Thom Held

Von Thom Held und Jürg Minsch

Tempelhofer Freiheit

BERLIN TEMPELHOF * DÜBENDORF – Während der Flugplatz Dübendorf (250 ha) noch militärisch genutzt wird, ist in Berlin der Flughafen Tempelhof (360 ha) stillgelegt und zu einem für alle zugänglichen «Park der Tempelhofer Freiheit» geworden. Immer mehr Berlinerinnen und Berliner haben diese ungeahnte Freiheit entdeckt. Und nun wird es richtig interessant, weil der Berliner Senat andere Pläne für die Zukunft hat, als was es die die Freiheit entdeckenden Berliner wünschen. – Für das «Dübendorf-Geschenk» und die Schweiz ein wichtiges Lernstück. Und ein Grund mehr, der Denk-Allmend-Methode Achtung zu schenken. Anfangs November 2012 wird ein Vorgehensvorschlag publik gemacht.

Es könnte sein, dass das offizielle und planende Berlin und und ein gutes Mass an Öffentlichkeit nicht das Gleiche wollen, auf dem Areal des Flughafens Tempelhof. Die Flieger sind weg. Die Menschen da.

In Dübendorf sieht es anders aus. Man fliegt, ein wenig und auf Zeit. Der Absperrzaun steht noch stramm und unüberwindlich, verwehrt den Leuten den Zugang. Noch.

Ein Artikel in der Wochenzeitung DIE ZEIT vom 20.9.2012 gewährt uns einen spannenden, menschennahen Einblick in ein wachsendes Auseinanderklaffen zwischen dem, was die Offiziellen vorhaben und planen, und dem, was eine wachsende Öffentlichkeit für den Tempelhof wünscht.

Wir in der Schweiz haben – noch! – die Gelegenheit, von dieser Veranschaulichung des Auseinanderdriftens zu lernen, und das für uns Richtige in einem der speziellen Situation angemessenen Prozess zu machen.

Wir empfehlen:
1. Hineinhören…  >  MP3-File:  ZEIT-Artikel «Berlins_groesster_Spielplatz»

… oder lesen.  >  Pdf-file:  ZEIT-Artikel «Berlins_groesster_Spielplatz»

2. Später, ab 8. November 2012, werden wir selbst aufzuzeigen versuchen, wie ein solcher «angemessener Prozess» aussehen kann,
mit unserem eigenen Vorschlag eines ausserplanmässigen Sachplans, mit dem Titel:
«Momente der Klarheit. Ein Sachplan. Damit wir das Geschenk haben.»
Erscheinungsdatum 8. Nov. 2012.

[Foto: Thom Held, Dez. 2011]