Jürg Minsch und Thom Held

117 _ CITOYENNETÉ ALS ZAUNGAST? – VORENTSCHEID DES BUNDESRATS ZUGUNSTEN DER ZIVILEN LUFTFAHRT

Februar 28, 2013 in ARTIKEL DER KREATIVE BUND – DAS NATIONALE EXPERIMENT

Von Thom Held und Jürg Minsch

Der Bundesrat teilt am 28.2.2013 mit: «Bundesrat prüft Dübendorf zivilaviatisch zu nutzen. – Der Bundesrat hält aus grundsätzlichen Überlegungen vorderhand an einer fliegerischen Nutzung der Piste des Militärflugplatzes Dübendorf fest. Er hat deshalb das UVEK beauftragt, in Zusammenarbeit mit dem VBS ein öffentliches Einladungsverfahren durchzuführen, damit mögliche Interessenten eine Offerte als Betreiber des Flugplatzes für einen Zeitraum von 20 Jahren einreichen können. Das UVEK wird dem Bundesrat bis spätestens Mitte 2014 über die Ergebnisse Bericht erstatten. Das VBS kann die Piste aus finanziellen Gründen mittelfristig nicht mehr weiter betreiben.»

Stellungnahme der DENK-ALLMEND zum bundesrätlichen Vorentscheid

Überrascht nimmt die DENK-ALLMEND, der Schweizer Think Tank der Öffentlichkeit für die Öffentlichkeit, den bundesrätlichen Entscheid betreffend der Zukunft des Flugplatzes Dübendorf zur Kenntnis. Nicht der Zeitpunkt ist überraschend. Vielmehr, dass ähnlich der kantonalen Politik zugunsten eines Innovationsparks, nun auch der Bundesrat zugunsten der Zivilluftfahrt in Form einer “Kleine-Kreise-Demokratie” entscheidet, die die Citoyennes und Citoyens zu reinen Zaungästen der Zukunftsgestaltung macht.

Die DENK-ALLMEND hat über die vergangenen 2 Jahre aufgezeigt, wie das einmalige Raumgeschenk des Flugplatzes Dübendorf zu einem «gesellschaftlichen Projekt der Schweiz für die Schweiz» entwickelt werden könnte. Ein Projekt, an dem die «idée suisse» würde weiter wachsen können. Exakt das, was die verunsicherte Schweiz jetzt bräuchte. Die Ergebnisse der von der DENK-ALLMEND initiierten ONLINE-ABSTIMMUNG, die vom 8. Nov. 2012 bis zum 31. Januar 2012 dauerte, bestätigen dies und zeigen, dass die Abstimmenden bei wichtigen Fragen einen «Öffentlichen Prozess statt Basta-Politik» wünschen.

Am Freitag, 8. März 2013, wird die DENK-ALLMEND die Ergebnisse dieser Online-Abstimmung mittels Medienmitteilung, Mailing und auf dem DENK-ALLMEND-BLOG (http://blog.denkallmend.ch) publizieren.

Eines wird deutlich: Sowohl das Vorgehen des Bundesrats als auch jenes des Regierungsrats des Kantons Zürich verdeutlichen die Notwendigkeit für gesellschaftliche Innovationen im Zeichen einer lebendigen Demokratie – jenseits einer überhandnehmenden Basta-Politik. Die öffentlichkeits- und kreativitätsorientierte DENK-ALLMEND-Methode ist ein möglicher Ansatz dazu.

Für die DENK-ALLMEND
Thom Held und Jürg Minsch

Link zur Medienmitteilung des Bundesrats: Medienmitteilung_Bundesrat
Link zur Stellungnahme des Regierungsrats des Kantons Zürich: Stellungnahme Regierungsrat Kanton ZH

 

[Foto: Quelle Aargauer Zeitung]

 

Jürg Minsch und Thom Held

116 _ WEITERER ARTIKEL: «EINE WOLKE FÜR DEN FLUGPLATZ» (WOZ)

Februar 12, 2013 in ARTIKEL DER KREATIVE BUND – DAS NATIONALE EXPERIMENT

Nach den Fernseh- und Radioanstalten (SRF, Tele Züri, Tele Top), den Tageszeitungen (NZZ, TAGES-ANZEIGER, OBERLÄNDER) und der Fachpresse (HOCHPARTERRE, WERK BAU + WOHNEN, TEC21) nun auch noch ein journalistischer Zuwachs bei den Wochenzeitungen (neben dem GLATTALER): ein die DENK-ALLMEND FLUGPLATZ DÜBENDORF betreffender Artikel der Wochenzeitung WOZ unter dem Titel «Eine Wolke für den Flugplatz», von Stefan Howald, 7.2.2013

Zum Pdf-Dokument: WOZ_Eine Wolke für den Flugplatz

 

 

Jürg Minsch und Thom Held

115 _ BEITRAG ZUM PROZESS VOM «ASTRONAUTEN» LUKAS SPÜHLER

Februar 11, 2013 in ARTIKEL DER KREATIVE BUND – DAS NATIONALE EXPERIMENT

Lukas Spühler, gelernter Schauspieler, nun als Visionär, Künstler und Autor unterwegs – «Die globale Verfassung» (2011) –, sendete uns als angeregter Online-Abstimmender noch folgenden Denkimpuls zu. Wir bedanken uns und lassen auch Sie teilhaben an seinen Anregungen für die *Allmend 1 … das grosse Spiel der Ver-Wunderung des ehemaligen Flugplatzes.”

 

 

 

 

 

 

Liebe Denker, hier mein Beitrag zum Prozess.
Herzlich. Der Astronaut

“Allmend 1
Als erstes stelle ich fest: Allmend ist die Antwort und es braucht nicht weitergesucht zu werden. Herr Minsch und Herr Held sind die göttlichen Kondensatoren. Herzlichen Dank.
Das Wort Denk wird gestrichen. Denken ist zu eng.
Ich schlage alternativ folgende Erweiterung vor: Allmend 1. Oder noch einfacher: Flugplatz Dübendorf.
Ebenfalls eindeutig beantwortet ist die Frage des Besitzrechts und des Nutzungszwecks entsprechend Punkt 4 in der Abstimmung. ["Allmend der Eidgenossenschaft”, die Herausgeber ] Punkt 4 wäre somit die alternative Bezeichnung der Allmend. Ich nenne die Definition in den Punkten 4 der Einfachheit halber SPIELRAUM.
Vorgehen:
1. Als erstes wird das Symbol der Lebensblume auf das Gelände übertragen.
2. Jeder Kanton platziert sein Wappen auf einem Masten an der Grenze der Allmend. Jede andere Region der Erde kann ebenfalls einen Masten mit ihrem Wappen auf der Grenze platzieren. So entsteht eine Art bunter Zaun. Maximale Höhe der Masten ist 50 Meter, minimal 10.
3. Die physische Entsprechung des Forums wird auf das Gelände übertragen. Das Forum hat eine Mitte, kein Zentrum.
4. Jeder Bewohner der Schweiz erhält in einer grossen Feier symbolisch 0.35 Quadratmeter Allmend. Die 0.35 Quadratmeter hinterlegen gleichzeitig sein Stimmrecht.
5. Die Anwesenden im Forum kristallisieren die verfassungsgebenden Prozesse, welche zum grossen Teil via Internet stattfinden.
6. Eine eigene TV-Station wird aufgebaut, um die Prozesse in der Allmend sichtbar zu machen und die Interaktion zu stimulieren.
7. Wenn die Verfassung gegeben ist, beginnt das grosse Spiel der Ver-Wunderung des ehemaligen Flugplatzes.
8. Alles weitere kann nicht geplant werden.”

Text Lukas Spühler, Januar 2013