Jürg Minsch und Thom Held

115 _ BEITRAG ZUM PROZESS VOM «ASTRONAUTEN» LUKAS SPÜHLER

Februar 11, 2013 in ARTIKEL DER KREATIVE BUND – DAS NATIONALE EXPERIMENT

Lukas Spühler, gelernter Schauspieler, nun als Visionär, Künstler und Autor unterwegs – «Die globale Verfassung» (2011) –, sendete uns als angeregter Online-Abstimmender noch folgenden Denkimpuls zu. Wir bedanken uns und lassen auch Sie teilhaben an seinen Anregungen für die *Allmend 1 … das grosse Spiel der Ver-Wunderung des ehemaligen Flugplatzes.”

 

 

 

 

 

 

Liebe Denker, hier mein Beitrag zum Prozess.
Herzlich. Der Astronaut

“Allmend 1
Als erstes stelle ich fest: Allmend ist die Antwort und es braucht nicht weitergesucht zu werden. Herr Minsch und Herr Held sind die göttlichen Kondensatoren. Herzlichen Dank.
Das Wort Denk wird gestrichen. Denken ist zu eng.
Ich schlage alternativ folgende Erweiterung vor: Allmend 1. Oder noch einfacher: Flugplatz Dübendorf.
Ebenfalls eindeutig beantwortet ist die Frage des Besitzrechts und des Nutzungszwecks entsprechend Punkt 4 in der Abstimmung. ["Allmend der Eidgenossenschaft”, die Herausgeber ] Punkt 4 wäre somit die alternative Bezeichnung der Allmend. Ich nenne die Definition in den Punkten 4 der Einfachheit halber SPIELRAUM.
Vorgehen:
1. Als erstes wird das Symbol der Lebensblume auf das Gelände übertragen.
2. Jeder Kanton platziert sein Wappen auf einem Masten an der Grenze der Allmend. Jede andere Region der Erde kann ebenfalls einen Masten mit ihrem Wappen auf der Grenze platzieren. So entsteht eine Art bunter Zaun. Maximale Höhe der Masten ist 50 Meter, minimal 10.
3. Die physische Entsprechung des Forums wird auf das Gelände übertragen. Das Forum hat eine Mitte, kein Zentrum.
4. Jeder Bewohner der Schweiz erhält in einer grossen Feier symbolisch 0.35 Quadratmeter Allmend. Die 0.35 Quadratmeter hinterlegen gleichzeitig sein Stimmrecht.
5. Die Anwesenden im Forum kristallisieren die verfassungsgebenden Prozesse, welche zum grossen Teil via Internet stattfinden.
6. Eine eigene TV-Station wird aufgebaut, um die Prozesse in der Allmend sichtbar zu machen und die Interaktion zu stimulieren.
7. Wenn die Verfassung gegeben ist, beginnt das grosse Spiel der Ver-Wunderung des ehemaligen Flugplatzes.
8. Alles weitere kann nicht geplant werden.”

Text Lukas Spühler, Januar 2013

Jürg Minsch und Thom Held

REMO LARGO, ZUM «JUNGBRUNNEN EINER GESELLSCHAFT»

Mai 2, 2012 in NACHGEFRAGT

Remo Largo

 

 

 

 

 

2 Fragen der Denk-Allmend-Initianten an den in allen Schweizer Familienstuben bekannten Facharzt und Buchautor Remo Largo:

Die Denk-Allmend:  Viele der im Wettbewerb eingereichten Zukunftsideen zum Flugplatz stammen von jungen Leuten. Die von der Jury herausgehobenen Ideen, sowie alle prämierten Ideen stammen von Einzelpersonen und Teams, die am Anfang Ihrer beruflichen Laufbahn stehen. Ist dies womöglich ein Ausdruck dessen, was Sie im Zusammenhang mit Ihrem neuesten Buch als «stete Neuerfindung der Moral» und als «Jungbrunnen der Gesellschaft» bezeichnen?

Remo Largo:  Die Erneuerung der Gesellschaft kommt immer von jungen Menschen, sei es gesellschaftlich, kulturell oder technisch. Die Gesellschaft verbaut sich also die eigene Zukunft, wenn sie der jungen Generation nicht den notwendigen Freiraum gibt, um sich kreativ auszudrücken. 

Aus den Wettbewerbsideen lässt sich ein Psychogramm dessen herauslesen, was vor allem auch jüngere Teile der Zivilgesellschaft für Sehnsüchte, Wünsche und Forderungen an die Zukunftsgestaltung hegen (siehe S. 8 unserer Zeitung vom Okt. 2011): der Wunsch nach mehr Denk- und Rest des Eintrags ansehen →

Jürg Minsch und Thom Held

201 _ SCHWEIZGESPRÄCH

Mai 2, 2012 in ARTIKEL LEBENDIGE DEMOKRATIE

Von Jürg Minsch und Thom Held

"Federalist Papers"«Die Denk-Allmend» – der unabhängige Think-Tank der Öffentlichkeit – bekennt sich zur schöpferischen Kraft der Demokratie. Unser Terroir ist die Schweiz und damit in erster Linie die Demokratie schweizerischer Prägung. Aber der Blick ist auch offen auf die demokratischen Errungenschaften anderswo. Demokratie bedeutet, sich ständig zu erneuern, sich immer wieder neu zu erfinden – sich zu finden. Jede Momentaufnahme, jeder temporäre Zustand des Politischen und der politischen Kultur sind prüfenswerte Zwischenstationen in diesem anhaltenden Such-, Lern- und Gestaltungsprozess. – Das «Schweizgespräch» will Wege erkunden hin zu «Erfindungen für eine lebendige Demokratie» für die Schweiz, so wie sie heute ist und morgen sein kann: mit ihren kulturellen, politischen und wirtschaftlichen Errungenschaften, aber auch mit den vielfältigen neuartigen Herausforderungen, die sich ihr heute stellen, und mit den einzigartigen Chancen, die sich ihr bieten – wenn man sie denn erkennt!
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