Jürg Minsch und Thom Held

204 _ UMGEKEHRTE PARTIZIPATION – IMPULSE AUS DER MITTE DER GESELLSCHAFT

Juni 20, 2012 in ARTIKEL LEBENDIGE DEMOKRATIE

Von Thom Held und Jürg Minsch

Parc-ElaMit der «Denk-Allmend für den Flugplatz Dübendorf» wird der neuartige Ansatz der «umgekehrten Partizipation» entworfen: Partizipation der Zivilgesellschaft braucht einen Perspektivenwechsel, der ausgeht von einer Entwicklung «aus der Mitte der Gesellschaft». Dazu soll nicht die Zivilgesellschaft am Entscheidungsprozess partizipieren dürfen, sondern die Behörden und ExpertInnen partizipieren an einem Kreativprozess der Zivilgesellschaft. Diesen Weg schlägt die «Denk-Allmend» für den Findungsprozess einer neuen Zukunft für den Flugplatz Dübendorf vor, und wird bis im Herbst 2012 einen konkreten Vorgehensplan entwerfen und der Öffentlichkeit vorstellen. – Vorerst soll ein Beispiel aus den Bergen Impulse für diesen Demokratie-Erneuerungsansatzes aufzeigen: denn die Entstehung des Regionalparks «Parc Ela» in Mittelbünden zeigt in der Art seiner Entstehung gewisse Aspekte dieses Ansatzes. Noch unvollständig, aber Gedanken anstossend. In Dübendorf böte sich nun die Gelegenheit, diesen Weg der umgekehrten Partizipation konsequent weiter zu gehen.

In Artikel 203 _ POLITIKER SIND KEINE MUTANTEN wurde der Gedanke der «umgekehrten Partizipation» innerhalb eines Kreativprozesses, der sich «aus der Mitte der Gesellschaft» heraus entwickelt, dargelegt: als Ziel, dessen Umsetzung Mehrwerte für die Schweizer Demokratie sowie fürs DÜBENDORF-GESCHENK (siehe Artikel 101) bietet.

Ein weiterer Artikel der Denk-Allmend-Initianten in SZENEALPEN 96/2012, eine Publikation der Alpenschutzkommission CIPRA International (in 4 Sprachen), zeigt nun also auf, dass es (unvollständige) Vorläufer dieses Rest des Eintrags ansehen →

Jürg Minsch und Thom Held

BENEDIKT LODERER, ZUM UMGANG MIT DEM GRUNDSTÜCK VON NATIONALER BEDEUTUNG

Juni 18, 2012 in NACHGEFRAGT

Benedikt Loderer, Martin Guggisberg

 

 

 

 

 

 

3 Fragen an Benedikt Loderer, dem «Stadtwanderer» und Gründer der Architektur- und Design-Zeitschrift HOCHPARTERRE im engagierten Un-Ruhestand:

Die Denk-Allmend:  Herr Loderer, als schweizweit bekannter «Stadtwanderer» kennen Sie Land und Leute wie kaum jemand sonst. Was ist für Sie der Flugplatz Dübendorf? Ein Stück Land wie vieles andere auch?

Benedikt Loderer:  Eben nicht, es ist ein Grundstück von nationaler Bedeutung. Es ist zu wichtig, dass man es dem landesüblichen Planungsprozess überlassen kann. Wenn es das gäbe, müsste man eine eidgenössische Planungszone errichten. Jedenfalls dürfen nicht die Gemeinden entscheiden, die wollen nur Beute machen. Man muss den Planungsprozess hinter den geschlossenen Rest des Eintrags ansehen →